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Paršovice
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Paršovice (deutsch Parschowitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt sechs Kilometer südlich von Hranice und gehört zum Okres Přerov.
Contents
• Geographie
• Geschichte
• Einzelnachweise
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Geographie
Paršovice befindet sich am sĂĽdwestlichen Rand des MalenĂkwaldes in der Podbeskydská pahorkatina (VorbeskidenhĂĽgelland). Das Dorf liegt im Quellgebiet des Baches OpatovickĂ˝ potok. Nördlich erheben sich der KĹ™ivĂ˝ (410 m) und die Polomná (404 m), nordöstlich die Dubová (348 m), im SĂĽdosten die Božà muka (351 m) und HraneÄŤnĂky (333 m), sĂĽdlich die MezicestĂ (337 m), im SĂĽdwesten der Pavelák (366 m) und nordwestlich der MalenĂk (479 m). Westlich des Ortes liegt das Tal des Baches DolnonÄ›tÄŤickĂ˝ potok.
Nachbarorte sind Rybáře und Valšovice im Norden, Zbrašov, ĂšstĂ und NovĂ© Sady im Nordosten, Opatovice im Osten, RouskĂ© und Všechovice im SĂĽdosten, Rakov im SĂĽden, DolnĂ NÄ›tÄŤice, SobÄ›chleby und RadotĂn im SĂĽdwesten, Na KrásnĂ© VyhlĂdce, Vidláč und Lhota im Westen sowie TĂ˝n nad BeÄŤvou, PĹ™ednĂ Familie und ZadnĂ Familie im Nordwesten.
Geschichte
Funde von Hügelgräbern belegen eine Besiedlung des Gemeindegebietes seit dem 8. und 9. Jahrhundert.
Der erste urkundliche Nachweis des Dorfes Parisouicih erfolgte im Jahre 1141 in einem Güterverzeichnis des Olmützer Bischofs Heinrich Zdik. Im Pfarrinventar von 1806 ist ein silberner Kelch mit der Inschrift Matai Kostruch, Mikulass Wawra 1059 aufgeführt, der jedoch beim Staatsbankrott von 1811 an die Reichsmünze abgegeben wurde. Es gilt als wahrscheinlich, dass die tatsächliche Jahreszahl auf dem Kelch entweder 1559 oder 1659 gewesen sein muss. 1371 verkaufte Jan von Dobrotice Pareschowicze an den Besitzer der Herrschaft Helfenstein, Wok III. von Krawarn. Im Jahre 1447 wurde das Dorf als Paressowicz, 1452 als Paryšovice, 1554 als Pavišovice 1609 als Parešovice, 1627 als Pareschowitz, 1684 als Parschowitz, 1718 als Pahrsowitz und 1794 als Parscowitz bezeichnet.cite-ref-2[2] Während des Dreißigjährigen Krieges fiel die Herrschaft Helfenstein an die Dietrichsteiner, die Leipnik zum Sitz der Herrschaft machten. Die Matriken wurden seit 1718 in Soběchleby geführt. Das älteste Ortssiegel stammt aus dem Jahre 1752; es trägt die Inschrift PARSCHOWITZ und zeigt einen Greif, der ein Dietrichsteiner Winzermesser in den Klauen hält. Im Jahre 1784 wurde in einer hölzernen Chaluppe aus Mitteln des Religionsfonds eine Pfarrschule eingerichtet. 1812 bezog die Schule ein neu erbautes größeres Gebäude. 1826 wurde das alte Holzkirchlein aus dem 16. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb das Dorf immer zur Herrschaft Leipnik untertänig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete PaĹ™ovice /Parschowitz ab 1850 eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Mährisch WeiĂźkirchen. 1868 wurde Valšovice, das bis dahin zu Opatovice gehört hatte, eingemeindet. Im Jahre 1870 wurden auch die Kinder aus Opatovice und Rakov eingeschult. Da sich die bisherige Schule als zu klein erwies, wurde in den Jahren 1897 bis 1899 gegenĂĽber dem Pfarrgarten ein neues Schulhaus errichtet. Sie wurde schlieĂźlich unter dem Namen Jubiläumsschule des Volkskaisers Franz Joseph I. (Jubilejnà škola národnĂ cĂsaĹ™e Františka Josefa I.) eingeweiht. Das alte Schulhaus wurde fĂĽr 1.600 Gulden an einen Schankwirt verkauft. Der heutige Ortsname Paršovice wird seit 1881 verwendet. Im Jahre 1900 brannte die Kirche ab. Zwischen 1902 und 1908 erfolgte der Bau der StraĂźe nach Leipnik. Nachdem im Jahre 1911 auch in Valšovice eine eigene Schule eingeweiht worden war, besuchten nur noch die örtlichen Kinder die Paršovicer Schule. Seit 1930 ist das Dorf an die Stromversorgung angeschlossen. Im Jahre 1930 kaufte die Gemeinde 30 ha Land von Antoinette Gräfin Althann fĂĽr 160.000 Kronen auf. Im Jahre 1937 begann in Paršovice der zweiklassige Unterricht. Im Jahr darauf wurde der neue Friedhof fĂĽr die Dörfer Paršovice, Rakov und Valšovice angelegt. In den Jahren 1954 bis 1959 wurde das Spritzenhaus errichtet. Valšovice bildete ab 1955 eine eigene Gemeinde. Nach der Aufhebung des Okres Hranice wurde Paršovice 1960 dem Okres PĹ™erov zugeschlagen. Im ehemaligen Pfarrgarten entstand 1975 der neue Sitz des Ă–rtlichen Nationalausschusses (MNV) und der GemeindebĂĽcherei. Inzwischen wird das Gebäude als Sitz der Gemeindeverwaltung sowie fĂĽr Arztpraxen und einen Friseur genĂĽtzt. Im Jahre 1980 wurde Paršovice zusammen mit Rakov dem Ă–rtlichen Nationalausschuss Opatovice unterstellt. Die Grundschule Paršovice wurde 1985 geschlossen. Seit dem 24. November 1990 ist Paršovice wieder eigenständig. Die Gemeinde fĂĽhrt seit 2004 ein Wappen und Banner, es wurde vom Heraldiker J. V. PavlĹŻ geschaffen.
Gemeindegliederung
FĂĽr die Gemeinde Paršovice sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Paršovice gehört die Einschicht Na KrásnĂ© VyhlĂdce.
SehenswĂĽrdigkeiten
• Pfarrkirche der hl. Margarethe, erbaut 1906 anstelle eines im Jahre 1900 abgebrannten Vorgängerbaus
• Statue der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind, am Abzweig nach Valšovice
• Statue des hl. Johannes von Nepomuk aus dem Jahre 1860, vor der Kirche
• Hegerhaus in der Ortslage Na krásnĂ© vyhlĂdce, erbaut 1931
Einzelnachweise
cite-note-11. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
cite-note-22. ↑ MĂstopisnĂ˝ rejstĹ™Ăk obcĂ ÄŤeskĂ©ho Slezska a severnĂ Moravy (S. 446) (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂĽft. Bitte prĂĽfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.archives.cz (PDF; 2,2 MB)